Allgemeine Geschäftsbedingungen

AGB der L17 Marketing und Consulting für alle Verträge mit Auftraggebern.

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Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) – L17.Digital

§ 1 Geltungsbereich & Vertragsgegenstand

(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge zwischen L17 Marketing & Consulting (nachfolgend „Agentur“) und ihren Auftraggebern (nachfolgend „Kunde“).

(2) Die Leistungen der Agentur richten sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB sowie an juristische Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtliche Sondervermögen. Verträge mit Verbrauchern (§ 13 BGB) werden nicht geschlossen.

(3) Entgegenstehende oder abweichende AGB des Kunden finden keine Anwendung, es sei denn, die Agentur stimmt ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zu.

(4) Individuelle Vereinbarungen (insbesondere Angebote, Rahmenverträge und Auftragsbestätigungen) haben Vorrang vor diesen AGB.

§ 2 Leistungsumfang, SEO-Spezifika, KI & Subunternehmer

(1) Dienstleistungscharakter: Die Agentur erbringt Dienstleistungen im Bereich Online-Marketing, KI-gestützter Content-Erstellung und Suchmaschinenoptimierung (SEO). Es wird die Tätigkeit geschuldet, nicht ein bestimmter wirtschaftlicher Erfolg.

(2) SEO-Besonderheiten: Die Parteien sind sich einig, dass aufgrund externer Einflussfaktoren (z. B. Suchmaschinen-Algorithmen, Wettbewerberverhalten, Richtlinienänderungen) kein Anspruch auf bestimmte Rankings, Traffic-Zahlen oder Sichtbarkeitswerte besteht.

(3) Technische Umsetzung: Technische Anpassungen auf der Website des Kunden erfolgen nur, wenn dies ausdrücklich als Leistung der Agentur vereinbart wurde. Alle sonstigen technischen Änderungen obliegen dem Kunden bzw. seinem IT-Dienstleister.

(4) Einsatz von KI: Die Agentur ist berechtigt, zur Leistungserbringung Technologien wie Künstliche Intelligenz (KI) einzusetzen. KI-Modelle können unzutreffende Inhalte („Halluzinationen“) erzeugen oder potenziell urheberrechtlich geschützte Inhalte replizieren. Der Kunde ist verpflichtet, KI-generierte Inhalte vor Veröffentlichung fachlich zu prüfen. Eine Haftung der Agentur für inhaltliche Fehler, Plagiate oder urheberrechtliche Probleme durch KI-Erzeugnisse ist ausgeschlossen.

(5) Subunternehmer: Die Agentur ist berechtigt, geeignete Erfüllungsgehilfen (z. B. Freelancer) einzusetzen.

§ 3 Mitwirkungspflichten & Annahmeverzug

(1) Der Kunde stellt alle für die Auftragserfüllung erforderlichen Informationen, Zugänge (z. B. CMS, Google Search Console), Inhalte und Freigaben unverzüglich zur Verfügung.

(2) Verzögerungen: Unterbleiben notwendige Mitwirkungen, verlängern sich Fristen automatisch um die Dauer der Verzögerung zuzüglich angemessener Wiederanlaufzeit.

(3) Haftungsausschluss: Die Agentur haftet nicht für Verzögerungen, Qualitätsverluste oder Ranking-Einflüsse, die durch fehlende, verspätete oder unvollständige Mitwirkung des Kunden entstehen.

(4) Annahmeverzug: Kann die Agentur aufgrund fehlender Mitwirkung nicht arbeiten, bleibt der Vergütungsanspruch (insbesondere bei Retainern) bestehen. Die Agentur ist nicht verpflichtet, freigewordene Kapazitäten anderweitig zu verwerten. Eine Anrechnung ersparter Aufwendungen erfolgt nur, wenn ein anderweitiger Einsatz tatsächlich stattgefunden hat.

§ 4 Leistungsänderungen (Change Requests)

(1) Änderungswünsche des Kunden sind in Textform mitzuteilen.

(2) Durch Änderungen entstehender Zusatzaufwand wird nach den aktuellen Stundensätzen abgerechnet, sofern keine Pauschale vereinbart wurde.

(3) Deadlines verschieben sich um den Prüfungs- und Umsetzungsaufwand.

§ 5 Abnahme & Korrekturschleifen

(1) Bei Werkleistungen (z. B. Websites, Grafiken, Textkonzepte) steht dem Kunden eine (1) kostenfreie Korrekturschleife zu. Ästhetische Änderungen oder neue inhaltliche Richtungen gelten nicht als Korrektur, sondern als Zusatzleistung.

(2) Der Kunde hat Arbeitsergebnisse binnen zwei (2) Wochen zu prüfen. Erfolgt keine Rückmeldung oder werden Ergebnisse genutzt/veröffentlicht, gilt die Leistung als abgenommen.

(3) Nach Abnahme sind spätere Beanstandungen ausgeschlossen.

§ 6 Vergütung, Zahlungsbedingungen & Preisanpassung

(1) Rechnungen sind sofort nach Erhalt ohne Abzug fällig.

(2) Bei Verzug werden Verzugszinsen in Höhe von 9 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz berechnet.

(3) Reisekosten: Reisezeiten gelten mit 50 % des Stundensatzes als Arbeitszeit (sofern nicht anders vereinbart). Reisekosten trägt der Kunde; PKW-Fahrten werden mit 0,30 €/km berechnet.

(4) Nicht mindestens 24 Stunden vorher abgesagte Termine werden voll berechnet.

(5) Fremdkosten (Stock-Material, Tools, APIs, Backlinks, Werbebudgets) trägt der Kunde.

(6) Wertsicherungsklausel: Bei Retainern kann die Agentur die Vergütung einmal jährlich anpassen, wenn

  • sich der Verbraucherpreisindex (VPI) ändert oder
  • wesentliche Kosten der Agentur (Personal, Software, Lizenzen) steigen. Die Anpassung wird in Textform angekündigt und tritt nach 4 Wochen in Kraft.

§ 7 Laufzeit, Kündigung & Stundenkontingente

(1) Retainer-Verträge haben eine Mindestlaufzeit von 12 Monaten, sofern nicht anders vereinbart.

(2) Automatische Verlängerung um weitere 12 Monate, wenn nicht fristgerecht gekündigt wird.

(3) Kündigungsfrist: 3 Monate zum Laufzeitende.

(4) Im ersten Monat besteht ein beidseitiges Sonderkündigungsrecht ohne Frist.

(5) Nicht genutzte Stunden aus monatlichen Kontingenten verfallen am Monatsende („Use it or lose it“). Eine Auszahlung oder Gutschrift findet nicht statt.

§ 8 Nutzungsrechte & Urheberrecht

(1) Mit vollständiger Zahlung erhält der Kunde ein einfaches, räumlich und zeitlich unbeschränktes Nutzungsrecht an den erstellten Ergebnissen für den vertraglich vorgesehenen Zweck.

(2) KI-Inhalte: Rechte an KI-Erzeugnissen richten sich nach den Nutzungsbedingungen des jeweiligen KI-Anbieters; Exklusivität kann nicht garantiert werden.

(3) Die Weitergabe oder der Weiterverkauf der erstellten Inhalte an Dritte zu kommerziellen Zwecken ist ohne schriftliche Zustimmung unzulässig.

(4) Offene Dateien, interne Methoden, Strategiepapiere, Dashboards und Templates verbleiben im Eigentum der Agentur.

§ 9 Haftung & Gewährleistung

(1) Die Agentur haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit.

(2) Bei leichter Fahrlässigkeit nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten, begrenzt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden.

(3) Keine Haftung für Rankingverluste oder Nachteile durch:

  • Google/Core-Updates,
  • Richtlinienänderungen,
  • Kontosperrungen,
  • Fehler früherer Dienstleister,
  • technische Probleme des Kunden,
  • Änderungen, die der Kunde selbst an der Website vornimmt.

(4) Für Backups ist allein der Kunde verantwortlich.

(5) Gesetzliche zwingende Haftung (Leben, Körper, Gesundheit, Produkthaftung) bleibt unberührt.

§ 10 Vertraulichkeit & Datenschutz

(1) Beide Parteien behandeln vertrauliche Informationen streng vertraulich.

(2) Der Kunde versichert, zur Nutzung aller überlassenen Daten berechtigt zu sein.

(3) Der Kunde ist verantwortlich für datenschutzrechtliche Anforderungen seiner Website, sein Consent-Management und alle Tracking-Systeme. Ein AV-Vertrag wird bei Bedarf abgeschlossen.

§ 11 Referenznennung

Die Agentur darf den Kunden auf ihrer Website, in Präsentationen und in Pitch-Unterlagen als Referenz nennen und das Logo zu diesem Zweck verwenden. Der Kunde kann dieser Nutzung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widersprechen.

§ 12 Schlussbestimmungen

(1) Änderungen und Ergänzungen bedürfen der Textform (E-Mail ausreichend).

(2) Es gilt deutsches Recht; Gerichtsstand ist der Sitz der Agentur.

(3) Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam sein, bleibt der Vertrag im Übrigen wirksam.

Letzte Änderung: 02.12.2025